Depression und Übergewicht.

Ich habe mich heute mit N. getroffen, sie fragte, ob wir „kurz“ spazieren gehen wollen. Aus dem kurz wurden dann fast 6 Stunden, die wir draußen unterwegs waren.
Das tat total gut. Überhaupt tut mir diese Frau total gut.
Wir kennen uns kaum, im Grunde nur wenige Tage, haben aber total eine Ebene und es fühlt sich an, als würden wir uns ewig kennen.
Sie ist Heilpraktikerin und macht systemische Aufstellungen. Beides Dinge, die mich echt interessieren und immer, wenn wir uns unterhalten, kommt irgendwas auf, das dann in mir arbeitet.
Viel meine Mutter, ihr verstorbener Bruder, also mein Onkel und auch Patenonkel, und Übergewicht.
Inzwischen glaube ich, dass das alles zusammen hängt.

Sie hat mir heute ein Buch mitgegeben, Übergewicht und Aufstellungen. 2 Themen haben mich getroffen, interessiert, da bewegte sich was. Und bei einem wurde mir richtig komisch. Ganz anders. Mochte das gar nicht mehr weiterlesen, habe es aber trotzdem.
Hoffe, N. kann mir dazu was sagen. Vor allem zu dieser Übelkeit.

Bin echt am Überlegen, ihr kurz zu schreiben, zu fragen, was das ist, weil dieses Gefühl im Körper ganz komisch ist.

„Tu was du willst, aber nicht weil du musst.“

Ich habe schon als Kind viel Tagebuch geschrieben, als Jugendliche landeten dort auch Fotos, Eintrittskarten und so weiter.

Als Erwachsene hörte ich dann irgendwann auf. Eigentlich doof, denn es hat mir immer geholfen.

Vor 2,5 Jahren wurden bei mir offiziell Depressionen diagnostiziert, ich war daraufhin 5 Monate aus dem Verkehr gezogen. In der Zeit habe ich ein Forum gefunden, in dem ich Tagebuch geschrieben habe. Aber der Ort ist nicht mehr der richtige für mich.

Es soll auch um die Depression gehen, vorrangig aber natürlich um mich. Mein Leben. Darum, was mich beschäftigt, was sich verändert.

Im Moment sind es 2 Dinge. Das Thema „Halt“. Und das Thema „Übergewicht“ bzw genauer die Gedanken, die ich dazu habe. „Ich darf leicht sein, ich darf es leicht haben.“

Nachher treff ich mich mit N., sie hat die Themen auch wach gerüttelt in mir. Spannend. Wirklich.

„Tu was du willst, aber nicht weil du musst.“
Ich weiß leider nicht mehr, wo genau ich den Satz her habe. Entweder im Netz gefunden oder aus einem Buch.
Fakt ist, dass er mir gefällt und mich seitdem begleitet. Müssen tun wir rein gar nichts und ich versuche wirklich danach zu leben. Es umzusetzen.
Denn es ist wahr. Ich muss nichts.
Meine Therapeutin sagte damals zu mir: „Müssen… Nur sterben müssen Sie, alles andere ist Ihre Entscheidung, Frau K.“
Richtig.

Später, morgen oder wann auch immer… Geht’s weiter.
Der Anfang ist gemacht.